Von vielen Experten als das perfekte Steakfleisch betitelt. Doch was genau ist die Bedeutung von grain fed und ist dies das gleiche wie grain fed finished? Hier erfahrt ihr es.
Was genau ist grain fed?


Hierbei geht es darum dass die Tiere eine gute und Natur nahe Aufzucht haben aber nicht auf die feine Fettmaserung einer Stallzucht verzichtet werden soll.
Die Tiere leben bis auf die letzten 100 Tage rein auf der Weide und fressen nur natürliches Futter (Gras und Kräuter). In den letzten mindestens 100 Tage werden die Tiere in ein kleineres Gehege getrieben. Dort haben die Tiere weniger Platz, daher bewegen sie sich weniger was gut für die Maserung ist. In diesem Gehege wird mit Getreide zugefüttert, dadurch werden die Tiere fetter.
Durch die höhere Fettmaserung ist das Fleisch zarter und im Geschmack buttriger als bei gras fed.
Grain fed und grain fed finished ist im Prinzip das selbe. Der Zusatz von finished wird hauptsächlich bei Ware aus Südamerika verwendet.
Woher kommt grain fed?
Diese Art der Fütterung hat seinen Ursprung auf den riesigen Weide Flächen Amerikas. Ende des 19ten Jahrhunderts haben echte „Cowboys“ Rinder zusammen getrieben auf kleinere Weiden damit sie es leichter haben sie zum schlachten zu bringen. Da dann jedoch zu viele Tiere auf der kleinen Weide standen mussten die Tiere zugefüttert werden. Dies wurde mit Weizen, Mais und anderen Getreiden getan. Den „Cowboys“ ist dabei aufgefallen dass das Fleisch der Tiere die zuletzt geschlachtet wurden, zwischen dem ersten und dem letzten Tier lagen teilweise mehrere Wochen bis Monate, fettiger und schmackhafter ist. Dies war die Geburtsstunde dieser Spezialität.
Auch heutzutage ist grain fed hauptsächlich in den USA, Uruguay, Argentinien, Kanada und Australien zu finden. Das liegt vor allem daran dass die Tiere durch das gemäßigte Klima das ganze Jahr auf den Weiden stehen können. Auch gibt es kaum wo anders auf der Welt so viel Weidefläche.

Tipp vom Genussjungen
Auch für mich sind die Edelstücke des grain fed Beef meine Liebelingsstücke auf dem Grill. Die Fettstruktur des Fleisches eignet sich perfekt für hohe Temperaturen ohne trocken zu werden.
Aber auch die weniger „edlen“ Stücke sind für viele Gerichte einfach perfekt geeignet. Gerade für Menschen die gerne ein Stück Fleisch mögen das eher einen milden Eigengeschmack hat.