Perlhuhn

Wer gerne Geflügel isst und etwas anderes als Hähnchen auf dem Teller haben möchte, kann zum Perlhuhn greifen. Das Fleisch ist etwas kräftiger im Geschmack, erinnert jedoch nicht an Wild wie z.b. eine Taube.

Helmperlhuhn mit weiß gepunktetem Gefieder auf einer grünen Wiese im Zoo Heidelberg
Helmperlhuhn im Zoo Heidelberg. Foto: H. Zell, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0. Verkleinerte Darstellung, Motiv unverändert.

Was ist ein Perlhuhn?

Das Perlhuhn gehört zu den Hühnervögeln und ist besondere Hähnchenrasse. Auffällig ist sein dunkles Gefieder mit den vielen hellen Punkten. Diese erinnern an kleine Perlen und geben dem Tier seinen Namen. In der Küche begegnet euch meist das domestizierte Helmperlhuhn.

Woher kommt das Perlhuhn?

Ursprünglich stammen Perlhühner aus Afrika. Heute werden sie auch in Europa gehalten. Besonders Frankreich spielt bei der Zucht und Erzeugung eine wichtige Rolle. Dort findet ihr das Perlhuhn unter dem Namen „Pintade“ auf Speisekarten und beim Geflügelhändler.

Ein Perlhuhn aus dem Handel kommt in der Regel aus einer Haltung und wurde nicht gejagt. Fragt beim Einkauf nach Herkunft und Haltung, wenn ihr mehr darüber wissen möchtet.

Wie schmeckt Perlhuhn?

Das Fleisch schmeckt aromatischer als gewöhnliches Hähnchenfleisch. Es kann an Fasan erinnern, ohne dass ihr gleich einen sehr ausgeprägten Wildgeschmack erwarten müsst.

Perlhuhn ist vergleichsweise mager. Gerade bei der Brust lohnt es sich deshalb, beim Garen aufmerksam zu bleiben. Wird sie zu lange erhitzt, kann das Fleisch schnell trocken werden. Eine kräftige Würzung ist dagegen nicht unbedingt nötig: Salz, Pfeffer und etwas Thymian sind ein guter Anfang.

Welche Zubereitungsmethoden sind möglich?

Ein ganzes Perlhuhn lässt sich im Ofen braten. Etwas Butter unter der Haut ist eine Möglichkeit, die magere Brust bei der Zubereitung zu unterstützen. Gebt beispielsweise Zwiebeln und Wurzelgemüse mit in den Bräter. Aus dem Bratensatz könnt ihr anschließend eine Sauce ziehen.

Ihr könnt auch mit einzelnen Teilstücken arbeiten. Die Brust eignet sich zum Braten, die Keulen lassen sich gut schmoren. Das ist praktisch, weil Brust und Keulen nicht immer zur gleichen Zeit fertig sind. Für den Einstieg könnt ihr euch das Tier beim Geflügelhändler zerlegen lassen.

Eine feste Garzeit passt nicht zu jedem Perlhuhn. Größe, Teilstück und Zubereitung machen einen Unterschied. Orientiert euch an einem passenden Rezept und gart das Geflügel vollständig durch.

Was passt zum Perlhuhn?

Pilze, Kohl und Wurzelgemüse passen gut zu dem kräftigeren Geflügelgeschmack. Auch Äpfel oder Maronen sind eine schöne Ergänzung. Bei den Beilagen könnt ihr es einfach halten: Kartoffelpüree, gebratene Kartoffeln oder ein Stück Brot für die Sauce.

Wenn ihr das Perlhuhn zum ersten Mal probiert, würde ich die Sauce nicht zu süß oder zu scharf machen. So könnt ihr den Unterschied zum Hähnchen besser herausschmecken.

Tipp vom GenussJunge

Probiert Perlhuhn mit gebratenen Pilzen, Kartoffelpüree und einer Sauce aus dem Bratensatz. Für die Sauce könnt ihr etwas Geflügelfond angießen und mit Thymian abschmecken. Die Pilze separat kräftig anbraten und erst zum Schluss dazugeben. So bringen sie noch einmal Röstaromen mit auf den Teller.

Wenn ihr ein ganzes Tier kauft und es zerlegen lasst, nehmt die Karkasse mit. Daraus lässt sich ein Fond kochen, den ihr für die Sauce verwenden oder für ein anderes Gericht aufbewahren könnt.

Quellen

DLG: Haltung von Spezialgeflügel – Perlhühner
Taste France: Pintade Label Rouge
Perlhuhn – Herkunft und Zubereitung

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